Warum Serversicherheit ein wichtiges Thema ist

Gefahren im Internet durch Hacker, Malware und Vieren lauern nicht nur für den privaten Nutzer am Computer, sondern vor allem auch für sämtliche professionell betriebenen Server im Netz. Durch deren stetige Verfügbarkeit ist die Bedrohung sogar um ein Vielfaches höher, als bei einem Anwender, der sich nur zeitweise im Internet bewegt. Das Thema Serversicherheit nimmt daher einen hohen Stellenwert ein und jeder Serverbetreiber muss sich damit gründlich auseinandersetzen.

Was steckt hinter dem Begriff Serversicherheit?

Die Bezeichnung Serversicherheit (englisch: Server Security) wird umfassend für sämtliche Tools und Prozesse verwendet, die dafür sorgen, dass Server samt der auf ihnen vorhandenen Daten vor Bedrohungen im Internet geschützt werden. Als Gefahren für Server gelten vor allem unautorisierte Zugriffe auf das System, die unerwünschte Manipulationen von Daten oder das unbemerkte Eindringen von Malware oder Vieren. Um bestmögliche Serversicherheit gewährleisten zu können, müssen neben der richtigen Hardware und Software den Server selbst betreffend auch sämtliche Maßnahmen betrachtet werden, die sich auf die technische und physikalische Umgebung des Servers beziehen. Serversicherheit fängt also nicht erst auf dem Server selbst an, sondern bereits bei seinem physikalischen Standort in einem zertifizierten Rechenzentrum, das bestimmte Sicherheitsstandards erfüllen muss.

Warum sind Server besonders gefährdet?

Ein Server im Rechenzentrum läuft rund um die Uhr und ist daher jederzeit von außerhalb des eigenen Netzwerks erreichbar. Diese Tatsache machen sich Angreifer zunutze, die kontinuierlich auf der Suche nach Zielen für Cyberkriminalität sind. Dabei wird beispielsweise nach Servern mit offenen Sicherheitslücken gesucht, die unbemerkt infiltriert und anschließend selbst als Ausgangsbasis für weitere Angriffe verwendet werden. Oftmals versuchen Angreifer aber auch gezielt Zugang zu wichtigen Unternehmensressourcen oder Zugriff auf bestimmte Daten zu erlangen. Hierbei geht es nicht nur um Datendiebstahl, sondern immer häufiger auch um Lösegelderpressungen mittels sogenannter Ransomware.

Wie kann die Sicherheit für Server gewährleistet werden?

Um Sicherheit für den eigenen Server zu gewährleisten, gilt es für die Sicherheit sämtlicher Systeme zu sorgen. Das fängt beispielsweise damit an, dass der eigene Server in einem Datencenter einer bestimmten Qualitätsstufe untergebracht wird, wo sämtliche wichtigen Grundprinzipien von Serversicherheit gewährleistet werden können. Darüber hinaus muss sich der Server Betreiber um die Sicherheit des eigenen Systems kümmern. Dazu müssen etwa einige grundlegende Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden:

  • Auswahl eines sicheren und zuverlässigen Betriebssystems
  • Nutzung einer Minimal Variante des Betriebssystems mit möglichst wenig Zusatzfunktionen
  • Stetige Aktualisierung des Betriebssystems mit Sicherheitsupdates
  • Installation zusätzlicher Software möglichst vermeiden
  • Verwendete Software stets mit Sicherheitsupdates aktuell halten
  • Minimale Rechtevergabe für Programme und Nutzer
  • Regelmäßige Überprüfung des Servers und sämtlicher installierten Anwendungen
  • Sämtliche Protokolldaten und Logs speichern und regelmäßig auf Auffälligkeiten überprüfen
  • Regelmäßig vollständige Backups erstellen und an einem sicheren Ort aufbewahren

Je nach verwendetem Betriebssystem und Anwendungen können zusätzliche Maßnahmen oder unterschiedliche Vorgehensweisen bei der Gewährleistung optimaler Serversicherheit notwendig sein. Darüber hinaus sollte die Sicherheit der eigenen Systeme auch regelmäßig überprüft werden, ob diese im Ernstfall den Angreifern überhaupt standhalten kann. Dazu müssen Angriffe auf das eigene System simuliert werden, was allerdings aufgrund der in Deutschland geltenden Rechtslage durchaus schwierig sein kann. Hier können aber Spezialisten helfen, um kontrollierte Angriffe durchzuführen und Schwachstellen aufzudecken.

Wenden Sie sich gerne an uns, wenn sie weitere Fragen zum Thema Serversicherheit haben!

Bild von Pete Linforth auf Pixabay